Mahalo Gründer weiß jetzt wie er die 10,000 Suchseiten zusammen bekommt
Juni 14th, 2007 | by Karl Kamino |- 4 Fragen zu Mahalo’s neuem Teilzeit-Mitarbeiter Model -
Jason Calacanis, Gründer der “Suchmaschine” Mahalo hat bekannt gegeben, dass sie Social Media Website Nutzer für die Mitarbeit an ihren handgemachten Suchergebnissen für die 10,000 beliebtesten Suchbegriffe gewinnen wollen, indem sie ihnen $10-15 pro Ergebnisseite zahlen.
1. Wird das Bestechungen verhindern?
Wenn Mahalo Vollzeitbeschäftigte hat welche die Ergebnisseiten entwerfen ist es unwahrscheinlich, dass diese für 20 Dollar Bestechungsgeld ihre Jobs aufs Spiel setzen. Aber wenn man bei Mahalo nur als Teilzeithobby arbeitet, dann werden das viele Leute bestimmt ganz anders sehen. Mahalo ist zwar bei der Auswahl seiner neuen Mitarbeiter sehr wählerisch und schaut genau ob man diesen trauen kann, aber wer glaubt denn schon, dass da nicht mal das ein oder andere besondere Suchergebnis durchrutscht?
2. Ist denn irgendjemand zu 100% objektiv?
Mahalo sucht nach Bloggern, Social Media Nutzern und ähnliche Persönlichkeiten. Diese haben aber bestimmt auch eigene kommerzielle Interessen die sie verfolgen.
3. Ist die Arbeit $15 wert?
Wenn dieser ganze Rechercheprozess nach den richtigen, qualitativ hochwertigen Suchergebnisseiten wirklich so tiefgründig ist wie Mahalo es überall verbreitet, dann dauert es ja Stunden bis man so eine Suchergebnisseite zusammen hat. Die Sache erinnert ja ein wenig an Wikipedia, wo die Leute nichts dafür bekommen, aber der kommerzielle Gedanke hinter Mahalo macht es dann doch wieder zu einem Job auf McDonald’s Ebene.
4. Spart dieses Teilzeitarbeiter-Konzept Mahalo wirklich Zeit?
Wenn die vollzeitbeschäftigten Guides sich hinterher noch jede Suchergebnisseite anschauen müssen, um deren Qualität und Relevanz bestätigen zu können, wird es sie ebenfalls Stunden kosten. Wenn nicht sogar fast so viel wie es gedauert hat diese Seiten zusammen zu setzen.
Jeder ist gespannt auf die Zukunft von Mahalo. Auch wenn das Model mit den (Vollzeit-) Experten am Anfang für viele noch interessant und vielversprechend klang, so sind es seit der Idee mit den Teilzeit-Guides nur noch wenige, die vom Erfolg Mahalos überzeugt sind.
Originalartikel von Kelvin Newman.
2 Responses to “Mahalo Gründer weiß jetzt wie er die 10,000 Suchseiten zusammen bekommt”
By Tadeusz Szewczyk on Jun 14, 2007 | Reply
Oh ja. Das klingt auch wieder etwas abstrus. Eine Ergebnis-Seite mit 10 Treffern dauert sicherlich ein Paar Stunden. Bestechung wäre da naheliegend. Klingt für mich aber auch nach Ausbeutung. Welche Fachleute würden das machen? Eher Inder die vom US-Markt wenig Ahnung haben…
By madlorick on Jun 14, 2007 | Reply
Ausbeutung trifft es ganz gut. Im Grunde so eine Art “paid social media”. Das Problem dabei ist nur, dass Calabcanis nicht soviel zahlen kann, wie die Sites, die ein Interesse am hohen Ranking haben. Bestechung ist nur solange kein Problem, wie niemand die “Suchmaschine” nutzt. Falls irgendwann mal viel Traffic über Mahalo kommt hat so mancher Merchant kein Problem damit 10.000$ für ein cooles Ranking rauszuhauen.