Virales Marketing erfolgreich? Matthias Reim ist eine Trafficbombe!
September 7th, 2007 | by OneOneTwo |Habe gerade bei digitalnext einen Beitrag über Virales Marketing gelesen, den ich hier mal eben etwas länger kommentieren möchte.
Social-Media-Sites wie MySpace oder YouTube erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Nicht nur bei den Nutzern, sondern auch bei Marketern die in den Netzwerken ein großes Vermarktungspotenzial sehen.
Sehe ich auch so.
Dennoch erreicht virales Marketing oft nicht die Massen und bleibt deswegen ineffektiv.
Was sind denn die Massen? Alle, viele einer bestimmten Zielgruppe, oder einige einer großen Zielgruppe?
Nach einer Studie von JupiterResearch schafften es im letzten Jahre gerade mal 15 Prozent der Kampagnen es in aller Munde eine Werbebotschaft durch die Nutzergruppen zu tragen.
Es gibt halt gute und schlechte. Viel zu viele Leute denken, dass es reicht einfach ein lustiges Video zu machen. Immerhin 15% sind in “aller” Munde.
Durch sie werden genauso viele Konsumenten gewonnen wie auch verschreckt.
Ich denke, dass kommt ganz auf das Niveau und die Ausrichtung der Kampagne an. Mich kann man mit sehr vielen Werbemaßnahmen ebenfalls verschrecken. Kenne auch niemanden, der auf jede Art von Werbung steht.
Aufgrund des nutzergenerierten Inhalts dieser Communities scheinen sie zunächst das perfekte Instrument für virales Marketing zu sein –woran liegt es also dass viele Werbende trotzdem daran scheitern? Werbetreibenden sollten mehr in die Tiefe gehen, um ihre Zielgruppe für sich zu gewinnen. Meist richten sich diese an alle Zielgruppen, die Zielgruppen jedoch können höchst unterschiedlich auf die Werbekampagnen reagieren und beeinflussen dann auch andere auf unterschiedlichste Weise.
Ich denke gerade bei viralen Kampagne ist es schön, dass die Kampagne sich nur da ausbreitet, wo sie auf ihre Zielgruppe stößt und diese begeistert. Wenn die Kampagne für jemanden als nicht interessant erscheint, dann wird er/sie auch nicht verbal oder digital weiterleiten. Und wie soll eine zielgruppenspezifische Virale Kampagne funktionieren? Ich erlaube jemanden das Video, oder was auch immer nur an Freunde weiter zu leiten, die an unserer Firma oder unserem Angebot interessiert sein könnten? Ist doch klar, dass Thematik, Ausrichtung, Niveau und Strategie etwas mit der Zielgruppe zu tun haben müssen.
Gegen alle Vermutungen sind ältere Internet-User beispielsweise eher geneigt, eine Werbebotschaft viral zu verbreiten als jüngere, da jüngere Internetnutzer zwar häufiger Social-Sites besuchen, ältere dafür aber öfter eMail nutzen, oder sich Videos ansehen. Ältere Zielgruppen sollten daher öfter angesteuert werden. Das Versagen der Werbenden im viralen Marketing liege daran, dass sie es häufig versäumten, die Interessen und Bedürfnisse der Zielgruppen wirklich zu erkennen.
Wer ist alt und wer ist jung? Ich denke der Grad der Internetnutzung ist noch viel entscheidender. Jeder benutzt Email, aber nicht jeder treibt sich intensiv auf Sevenload oder YouTube herum. Eine Relation zwischen “alt = wenig YouTube” und “jung = viel YouTube” gibt es da natürlich bestimmt auch :-)
Alles in allem finde ich diese Studie wirklich sehr allgemein und nicht sehr aussagekräftig.
Wenn man eine Virale Marketing Kampagne plant soll man mehr nachdenken und an der Strategie feilen? - Wo nicht?
Als erfolgreich für die Brand Awareness und Brand Recall würde ich den Matthias Reim Clip für Sixt “Verdammt ich hab nix” bezeichnen. Für uns war es ebenfalls eine unerwartete Trafficbombe. Hier ein Auszug aus den Stichwörtern über die man von Google im letzten Monat am häufigstens zu uns gekommen ist. Mehrere hundert Besucher am Tag. Danke Jung von Matt, danke Sixt und danke Matthias Reim (Übrigens: Netter Goldhelm)! :-)
